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HIGH-CLASS
REVIEW

STUDIO S1

ACCUTONE

Rating

Price

8.2

175 €

Review published:

02/2019

Geld

Driver

1

per Side

1

Dynamic

0

Balanced

Impedance

16 Ohm

PZ / ES / PL

0

Sound

8.5

Bass

7.5

Mids

8

Trebles

Sensitivity

117 dB

8

Handling

8.5

Haptic

B

Value

+

Daily Life

Frequency

10 - 20000 Hz

Intro

Mit der Rezension des STUDIO S1 schließt sich vorerst der Exkurs durch die Produktpalette von ACCUTONE, angefangen beim Einsteigermodell LYRA, über den Dualdriver PAVO, bis hin zum S1, mit welchem wir im High-Class-Segment angekommen sind. Der S1 ist vor allem an Musiker adressiert und für den Bühneneinsatz entwickelt. Allerdings schlägt er sich auch im Alltag sehr gut.

Handling

Der S1 ist geizt nicht gerade mit seinen Außenmaßen. Das Gehäuse ist zwar in der Höhe recht schlank, aber dafür relativ lang. Vor allem das Schallröhr lässt sich sehr weit in den Ohrkanal führen. Das hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist sicherlich der sichere Sitz im Ohr, vor allem mit den mitgelieferten Comply-Tips und durch das tiefe Eindringen auch ein sehr reicher Bass. Allerdings sollte man nicht zu den Menschen gehören, die sich über zu kleine Ohren beklagen, oder halt erfreuen, denn schließlich rennt nicht jeder gerne als Dumbo durch die Gegend, obwohl dies immense Vorteile mit sich bringt, wenn es um den Tragekomfort bei In-Ears geht. Der tiefe Sitz ist zu Beginn auch etwas ungewohnt, aber man gewöhnt sich schnell an das Gefühl.
Auf lange Sicht machen sich bei mir leichte Schmerzen an der oberen Ohrmuschel bemerkbar, da das Gehäuse dagegen stößt.

Das Gehäuse ist aus Plastik gefertigt und die Frontplatte mit Logo wird mit dem Korpus durch eine Schraube zusammengehalten. Unter dem Plastik erkennt man eine Metallkammer, in der sich der dynamische Treiber befindet und ein Schlauch, der zum Schallrohr fügt. Auf der Innenseite des Gehäuses ist “Studio“ eingraviert.

Die Isolation kann sich wirklich sehen lassen. Gerade beim Liveeinsatz auf der Bühne sollte es keine allzu großen Probleme geben nur den gewünschten Teil der Musik ins Ohr zu befördern.

Das Kabel ist leider aber nur durchschnittlich, es macht zwar seinen Job, aber für über 150 € darf es auch gerne etwas ausgefalleneres sein, zumindest was die Haptik anbelangt.

Sound

Hallo Bass! Der S1 gehört zu den wärmeren IEMs und weist eine ausgeprägte V-Signatur auf, die Spaß macht.

Der Bass hat es in sich und kann für manche sicherlich Grenzwertig sein, was die Quantität betrifft. Gottseidank gelingt es dem S1 nicht nur quantitativ brachial zu Werke zu gehen, sondern auch die Qualität kommt nicht zu kurz. Der S1 macht untenrum einfach Spaß und das bei jedem Genre. Nichts für Puristen, aber wer druckvoll, texturiert, dynamisch und vor allem mit viel Sub-Bassanteil seinen Gehörgang durchrütteln möchte, sollte beim S1 mal ein Ohr riskieren. Zugegebenermaßen rutscht der Bass auch mal in die unteren Mitten, aber er verfärbt sie nicht unnötig. Das ist wirklich beeindruckend, bei der prominenten Rolle im Gesamtklang. Natürlich tragen auch die Comply-Tips zu dem Basserlebnis bei. Wem der Bass zu stark ist, kann zu den mitgelieferten Silikontips greifen, die den Bass wieder etwas zähmen.

Die Mitten spielen so wie man es in einer V-Signatur erwartet. Sie nehmen sich insgesamt zurück, aber haben dennoch genügend Gewicht, um musikalisch zu überzeigen und nicht unter zu gehen.
Wer auf schmetternde Gitarren steht, auf Schlagzeug mit viel Körper und generell einen vollen, dynamischen Klang bevorzugt, findet hier was er sucht, denn das kann der S1 bieten. Er ist vielleicht nicht ganz so klar, hell und detailliert wie zum Beispiel der IKKO OH1, aber klingt dafür natürlicher und weicher. Dazu macht er einem die Musikauswahl nicht unnötig schwer, da er alles bedienen kann. Ich würde mir in den Mitten dennoch etwas Klarheit und Crisp wünschen, gerade wenn es lauter und brachialer wird, obwohl die Mitten auch hier erstaunlich stabil bleiben.

Die Höhen versuchen gar nicht erst den Bass Konkurrenz zu machen in dem sie unnatürlich aufgebauscht werden, auch wenn sie über den Mitten stehen. Sie bleiben einfach gelassen und machen so alles richtig. Sie bieten Erweiterung, sowie Details und bereichern den Klang, in dem sie ihn öffnen und nicht verfälschen. Sie werden keinem Probleme bereiten, was Schärfe, Peaks, oder Sibilanten anbelangt und punkten dennoch mit Natürlichkeit, ohne stumpf, oder zu dunkel zu wirken.

Die Bühne ist nicht die größte, aber dem Preissegment angemessen. Innerhalb der Möglichkeiten herrscht eine klare Separation mit leichter Überlagerung bei hohem Informationsanteil. Das 3D-Bild kann in deiner Räumlichkeit überzeugen und es lassen sich mehrere Schichten innerhalb des Raumes ausmachen.

Outro

Ich bleib dabei, die ACCUTONE S1 machen einfach Spaß und können gleichzeitig auch audiophilen Ansprüchen gerecht werden. Sie haben nicht die analytische Tiefe wie so manche BA, oder hybrid-Konfiguration, aber schaffen es Musik mit Lebendigkeit zu füllen und dabei den Klang nicht künstlich zu verfälschen. Ok, der straffe, tiefe, aber auch etwas überdimensionierte Bass schmälert natürlich den Natürlichkeitsfaktor etwas, aber gerade auf der Bühne (Rock, Metall, Punk, Hip-Hop…) darf es doch auch mal etwas derber zur Sache gehen und der tiefe Punch ist durchaus gewünscht. Ebenso auch im Alltag, wenn man es mehr “In-Your-Face“ mag, was den Bass betrifft.
Menschen mit kleineren Ohren können bei dem S1 definitiv Probleme bekommen und wer es analytischer, heller und härter mag, was die Höhen und Mitten betrifft, sollte sich vielleicht nochmal woanders umschauen. Dazu finde ich den S1 dann doch etwas überteuert im Vergleich.

https://www.audio.accutone.com/studio-s1

Intro

With the review of the STUDIO S1 the excursion through the product range of ACCUTONE closes for the moment, starting with the entry-level model LYRA, over the dual driver PAVO, up to the S1, with which we reached the high-class segment. The S1 is primarily addressed to musicians and developed for stage use. However, it also performs very well in everyday life.

Handling

The S1 is not stingy with its external dimensions. The case is quite slim in height, but relatively long. Above all, the nozzle can be inserted very far into the ear canal. This has advantages and disadvantages. The advantage is certainly the secure fit in the ear, especially with the included Comply tips and a very rich bass due to the deep penetration. However, you shouldn't be one of those people who complain about too small ears, or just enjoy them, because not everyone likes to run around as a dumbo, although this brings immense advantages when it comes to wearing comfort with in-ears. The deep seat is a bit unusual at the beginning, but you quickly get used to the feeling.
In the long run, I experience slight pain in the upper auricle, because the housing hits it.

The case is made of plastic and the front panel with logo is held together with the body by a screw. Beneath the plastic you can see a metal chamber, in which the dynamic driver is located, and a tube that connects to the bell. " Studio" is engraved on the inside of the case.

The isolation is really respectable. Especially when playing live on stage there shouldn't be too many problems to just put the right part of the music into your ear.

Unfortunately, the cable is only average, it does its job, but for over 150 € it can also be something more special, at least as far as haptics are concerned.

Sound

Hello Bass! The S1 belongs to the warmer IEMs and has a distinctive V-signature, which is fun.

The bass has a lot to offer and for some it can certainly be a borderline in terms of quantity. Thank God the S1 is not only able to work quantitatively, but also the quality is not neglected. The S1 is simply fun in every genre. Not for purists, but if you want to shake your ear with pressure, texture, dynamism and a lot of sub-bass, you should risk an ear with the S1. Admittedly, the bass also slips into the lower mids, but it doesn't discolour them unnecessarily. This is really impressive with the prominent role in the overall sound. Of course, the Comply tips also contribute to the bass experience. If the bass is too strong for you, you can use the included silicone tips, which tame the bass a bit.

The mids play as expected in a V-signature. They are generally reticent, but still have enough weight to show off their musical qualities and not go under.
If you like blaring guitars, drums with a lot of body and generally a full, dynamic sound, you'll find what you're looking for here, because that's what the S1 can offer. It may not be as clear, bright and detailed as the IKKO OH1, for example, but it sounds more natural and softer. In addition, it does not make the music selection unnecessarily difficult, since it can operate everything. I would still like some clarity and crisp in the mids, especially when it gets louder and more brute, although the mids remain surprisingly stable. Voices are well positioned and have a pleasant, natural timbre.

The treble doesn't even try to compete with the bass by being unnaturally inflated, even if it's above the midrange. They just stay calm and do everything right. They offer expansion and detail and enrich the sound by opening it and not distorting it. They won't cause any problems when it comes to sharpness, peaks or sibilants and still score with naturalness without appearing dull or too dark.

The stage is not the biggest, but it is appropriate for the price segment. Within the possibilities there is a clear separation with a slight overlay and a high amount of information. The 3D image can be convincing in your spatiality and several layers within the room can be identified!

Outro

I stick with it, the ACCUTONE S1 are simply fun and can also meet audiophile demands at the same time. They don't have the analytical depth of some BA, or hybrid configurations, but they manage to fill music with liveliness without artificially distorting the sound. Ok, the tight, deep, but also somewhat oversized bass reduces the naturalness factor a bit, but especially on stage (rock, metal, punk, hip-hop...) it can be a bit rougher and the deep punch is definitely desired. Of course, also in everyday life, if you like it more "In-Your-Face", concerning the bass.
People with smaller ears can get problems with the S1 and those who like it more analytical, brighter and harder in terms of highs and mids should perhaps look elsewhere again. In addition, I find the S1 then nevertheless somewhat overpriced in the comparison.

https://www.audio.accutone.com/studio-s1

Legend

Haptic:

Here the processing plays a role and the usability of the scope of supply. Additionally the appearance, wearing comfort and robustness.


Value:
Here I evaluate for me subjectively the price/performance ratio - does not flow into the evaluation!

Z: No Brainer

A: money well spent

B: all right, you can do

C: gives better for less money

D: overpriced

E: collector's price

Daily life:
Here, I focus on the long-term audibility and whether I can hear it well out of the box. This is of course very subjective and therefore only a minimal deduction or bonus. 

(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg

Rating in Letters

S: 9.5 - 10

A: 9.0 - 9.4​

B: 8.0 - 8.9​

C: 7.0 - 7.9

D: 6.0 - 6.9​
E: 5.0 - 5.9​

F: 0.0 - 4.9​

LYRA

PAVO

STUDIO S1

Second Opinion:

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