HIGH-CLASS
IN-EAR

DMG

BGVP

Wertung

Preis

9

125 €

Treiber

6

pro Seite

2

Dynamisch

4

Balanced

Widerstand

18 Ohm

PZ/ES/PL

0

Klang

9.5

Bass

8.5

Mitten

8.5

Höhen

Empfindlichkeit

110 dB

Handling

9

Verarbeitung

10

Tragekomfort

9

Alltagstauglich

Frequenzgang

15 - 45000 Hz

8.8

Intro

Lange hat‘s gedauert, doch nun konnte ich mich auch endlich ausreichend mit dem mit Vorschusslorbeeren überhäuften BGVP DMG beschäftigen.

Solche Lobpreisung kann Fluch und Segen sein, da dies meist Erwartungen weckt, welche auch erst einmal erfüllt werden müssen. Oftmals geht man in diesem Kontext dann kritischer an die ganze Sache heran und unterstellt so einem gehypten, augenscheinlich sehr guten In-Ear auch mal Fehler, welche einem bei anderen, vorher unbekannteren In-Ears nicht in dem Maße aufstoßen würden. Natürlich gerät man auch mal an einen In-Ear der einfach overhyped wird. Nicht so beim DMG, der genau wie der Kanas Pro schnell mein Herz erobern konnte.

Handling

Gleich vorweg: Es ist erstaunlich wie BGVP es geschafft hat ganz 6 Treiber (2*DD & 4*BA) in diesem vergleichsweise kompakten Gehäuse unter zu bekommen. Was hier an Tragekomfort und ergonomischer Passform geboten wird, ist schon großes Kino! 12 Points for BGVP 😉

Dazu bekommen wir ein Vollmetallgehäuse, was perfekt verarbeitet ist, sprich ohne Spaltmaß, oder Macken auskommt und ein eigenständiges Design besitzt.

Im Lieferumfang enthalten sind ein Paar Foamtips, 3 verschiedene Sorten Silikontips in 3 Größen, zwei zusätzliche, austauschbare Filter (der Referenzfilter ist bereits vormontiert) ein Kabelclip und ein silberüberzogenes, robustes und sehr geschmeidiges Kabel (MMCX).

Die Isolation ist exzellent, allerdings dringt bei hoher Lautstärke doch einiges nach außen.

Klang

Da der BGVP DMG mit verschiedenen Filtern bestückt werden kann, dreht sich der Hauptteil meiner Rezension um den Klang mit den Referenzfiltern, welche immer der jeweiligen Gehäusefarbe gleichen. Dazu gibt es noch einen Bassfilter (gold) und einen Höhenfilter (silber). Allerdings scheint mein Gehör nicht sensibel genug zu sein, um große Unterschiede zwischen den einzelnen Filtern auszumachen.

Halleluja, der Bass kann was und damit meine ich nicht nur “ballern“, was natürlich unter anderem auch zu seinen Kompetenzen gehört, sondern ebenso akkurat Auflösen, einzelne Bassspuren herausstellen und feine Details zu Tage bringen. Dabei beherrscht er ohne Probleme die hohen und tiefen Bassfrequenzen und deckt somit die ganze Range nachhaltig ab. Er fühlt sich allerdings am meisten im Mittenbass wohl, wo er einen ordentlichen Punch entwickelt, der eventuell einigen Basssensibelchen Furcht und Schrecken einjagen kann. Mir macht er richtig Spaß, da er wie gesagt nicht nur wummert, beziehungsweise gar nicht, sondern trotz dem Impakt immer sauber bleibt.

Der Bass ist zwar mächtig, aber ich finde nicht, dass er den Mitten eine unnatürliche Färbung verleiht, oder zu stark bedrängt. Die Mitten präsentieren sich sehr lebendig und klar. Ihnen fehlt es weder an Körper und ebenso nicht an Durchsetzungsvermögen, trotz der offensichtlichen V-Signatur. Diese ist weitaus balancierter als man vermuten würde, sodass man nicht befürchten muss etwas zu verpassen, oder einen verfälschten Klang zu erhalten. Die Mitten klingen voll, und lösen sehr gut auf. Frauenstimmen kommen etwas besser zur Geltung als männliche, welche aber ebenso von dem vollen Körper und den Basseinfluss profitieren. Ich kann insgesamt in den Mitten keine grobe Unnatürlichkeit ausmachen.

Die Höhen sind beim DMG ebenso Geschmackssache wie der Bass. Sie sind ausgesprochen detailliert. Definition, Geschwindig,- und Luftigkeit sind typisch für gute BAs, welche der DMG definitiv unter der Haube hat. Die Höhen werden durch die jeweiligen Filter auch am meisten beeinflusst.
Generell versprühen die Höhen viel Glanz und Energie und geben dem DMG das gewisse Etwas. Selten kann es auch zur Sibilantenbetonung und Peaks kommen, aber man gewöhnt sich recht schnell an den hellen Klang und taucht durch die gute Auflösung und Räumlichkeit schnell tief in die Musik ein. Ich persönlich habe selten bis keine Probleme mit den Höhen des DMG, aber sicherlich wird es einigen anders gehen.

Separation und Bühne sind beim DMG sehr gelungen. Hier passiert viel auf unterschiedlichen Ebenen und man verliert sich schnell in einzelne Details oder Instrumentalpassagen. Definitiv tritt der Klang auch außerhalb des Kopfes und sorg so für ein luftiges und aufregendes Hörerlebnis

Silberfilter: Der Bass wirkt etwas tighter und die BAs bekommen mehr Aufmerksamkeit, was den DMG klarer erscheinen lässt. Das ist allerdings sehr subjektiv und wirklich kein großer hörbarer Unterschied.

Goldfilter: Hier wird es etwas deutlicher. Der Bass bleibt zum Referenzfilter unverändert, aber der Klang wirkt wärmer, da die Höhen etwas gedämpft werden, trotzdem aber noch klar und detailliert bleiben. Hier kann man unerwünschten Peaks leicht vorbeugen, aber büßt auch etwas Brillanz ein.

Grundsätzlich bleibe ich dabei, dass die Filter keinen allzu großen Einfluss auf den Klang nehmen, da die Signatur gleich bleibt.

Outro

BGVP hat mit dem DMG einen audiophilen Allrounder heraus gebracht, der für das was er leistet auch noch sehr erschwinglich ist. Er ist edel verarbeitet, hat einen superben Tragekomfort und einen definierten, klaren, wenn auch bassbetonen Klang. Die Klangdurchdringung nach außen sorgt etwas für Punktabzug in der Handhabung. Der Bass erfüllt rundum meine Ansprüche und ebenso die Höhen trotz der leichten Sibilantenbetonung. Bei den Mitten gibt es leichte Abzüge in der B-Note, da Männerstimmen gerne noch ein Tick kraftvoller daherkommen könnten. Der DMG gesellt sich somit zu dem CCA C16 und dem TIN AUDIO T2 in der Gesamtwertung und ist so in bester Gesellschaft! Klare Kaufempfehlung!

1/6

SGZ-DN1

DM6

DMG

DMS

DM7

DM7

Zweite Meinung:

CHI-FIEAR © 2018 by David Hahn

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